Altes Handwerk, zeitlose Kunst
Historische Berufe und interessante Bilderausstellung

Am kommenden Wochenende wird man beim großen
4. Hockenheimer Markt in allen Räumlichkeiten der Stadthalle
sowie auf dem Marktplatz, dem Stadthallen-Innenhof und in
der Rathausstraße Altes mit Neuem verbunden.
Das „Gestern" soll das „Heute" ergänzen und in manchen
Bereichen blickt man auch in die Zukunft.
An die Vergangenheit erinnern vor allem einige historische
Berufe, die heute nicht mehr oder zumindest nicht mehr in der
alten ursprünglichen Form bekannt sind. Auf dem Freigelände
zeigen Korbflechter ihre Arbeit, kann man bei Klöppelarbeiten
und der Tätigkeit am Spinnrad zusehen. Die Schmiedearbeiten
aus früheren Zeiten kennt man in unseren Tagen genauso
wenig aus eigener Anschauung wie die Arbeiten der Glasbläser
und der Holzschnitzer. Ein Imkerstand und ein Bauernladen vervollständigen den historischen Bereich.
Um die Vielfalt der Tätigkeiten und Aktivitäten in Hockenheim darzustellen, darf auch die bildende Kunst nicht fehlen.
Zwei renommierte Hockenheimer Künstlerinnen werden
ihre Arbeiten ausstellen und sich teilweise bei der Arbeit
auch über die Schulter schauen lassen. Die Pädagogin und
Künstlerin Gisela Späth wird sich in Austeilung
und Vorführung mit Keramik und Seidenmalerei beschäftigen.
Kennzeichnend für die ausgestellten Bilder von Giela Späth
sind Vielfalt, Vielschichtigkeit, Experiemenierfreude und die
Vorliebe zur Farbe Blau. Vielfalt bezieht sich dabei sowohl
auf die Themen als auch auf die verschiedenen Techniken.
Basisfarbe ist stets Gouachefarbe, verbunden dann mit
Dispersionsfarbe, Spachtelmasse, Sand, Papierresten,
getrockeneten Blättern und anderen Materialien, aber auch
mit Tuschezeichnungen und Materialdrucken.
Die Vielschichtigkeit bezeichnet dabei die unterschiedlichen Ebenen der Wahrnehmung, die visuelle, die emotionale,
die geistige Ebene. Gisela Späth sieht dabei in ihrer
individuellen Betrachtungsweise stets die
„Natur als Baumeister", die immer wieder aufs Neue schafft
und Neues entstehen läßt. Gisela Späth sieht die Natur als
stete Quelle neuer Inspirationen. Die Künstlerin erweckt
ihre Experimentierfreude mit verschiedenen Materialien
und Techniken und ist stets offen für neue Intuitionen.
„Ich möchte kein Abbild der Natur schaffen, sondern
das Wesen der Dinge zu erspüren versuchen.
" So wird schließlich Handwerk zur Kunst.
Neben der Ausstellung von Bildern und einigen
Keramikarbeiten hat Gisela Späth für das Wochenende
auch zwei Vorführungen geplant.
Am Samstag ist der Bau eines Gefäßes aus Ton vorgesehen,
am Sonntag kann man ihr in der Stadthalle beim Malen
auf Seide zusehen.
Der großzügige Umgang mit kräftigen Farben und spontanem
kühnem Pinselzug prägt die Malerei der
Hockenheimer Künstlerin Hedy Schmeckenbecher-Grein,
die ebenfalls eine Reihe von Bildern in der Stadthalle
zeigen wird. Seit gut einem Jahrzehnt beschäftigt sich
die Künstlerin selbst aktiv mit der Malerei, von der sie schon
immer fasziniert war.
Nach verschiedenen Aquarellkursen verstand sie es als
„Naturtalent" sehr schnell, ihre eigene persönliche Linie
zu erarbeiten.
Die Aquarellmalerei kommt dabei ihrer spontanen
Malweise sehr entgegen. Charakteristisch sind die leuchtenden
Farben, sowie das Fehlen fster Umrisse,
das Hedy Schmeckenbecher-Grein durch mit Zartheit
ineinanderlaufende Farben kompensiert.
Ergänzend dazu finden sich in der Ausstellung am Wochen-
ende Bilder in einer Mischtechnik aus Acryl- und Aquarellfarbe.
Die Werke von Gisela Späth und Hedy Schmeckenbecher-Grein,
die beide schon an einer Vielzahl von Einzel-
und Gruppenausstellungen in Deutschland
und Frankreich teilgenommen haben, sind im Innenbereich
der Stadthalle zu sehen.
Hedy Schmeckenbecher-Greinnasowas.com