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„Augenblicken in Farbe" Hedy Schmeckenbecher-Grein stellt im Pumpwerk aus „Gerade in der heutigen Zeit sollte die Kunst uns lehren, zu sehen", so begrüßte der Hausherr, der Hockenheimer Kulturmanager Lothar Blank, im Pumpwerk die Gäste der „Ausstellung zur Weihnachtszeit". Damit brachte er zusammen mit der ausstellenden Künstlerin Hedy Schmeckenbecher-Grein nach einmal die bereits seit Anfang Mai in der Keller-Galerie des Kulturzentrums laufende Ausstellung „Augenblicke in Farbe" in Erinnerung, die zu diesem Anlass um einige Werke ergänzt wurde. In einer Zeit, in der man Umwelteindrücke gewohnheitsmäßig selektiv auffasse, weil man nicht ständig bewusst und konzentriert beobachten könne, so Blank, ist es umso wichtiger, Momente des Innehaltens zu erleben, die man ganz und gar dem Sehen und Wahrnehmen widmet. Die Brücke zwischen der auf der Bühne stattfindenden Kultur und der Kunst im Keller scheint gelungen und überaus beachtenswert: Die atmosphärisch besonders reizvolle Kellerbar des Pumpwerk erlebt durch die bilder eine weitere Aufwertung, diese wiederum werden einem größeren Publikum vorgestellt und so in Szene gesetzt. Die 1950 geborene Hedy Schmeckenbe-cher-Grein hat ihren Aquarellen und Monotypien einige neue „Augenblicke" hinzu- gefügt, die bei der Veranstaltung zum „Relaunch" durch Gerd Hennemuth erneut in das Gesamtwerk der Künstlerin eingeordnet wurden. Besonders bemerkenswert dabei vor allem die Dreingabe einer neuen Monotypie, die sich - wenn auch nicht räumlich, so doch thematisch - zu einem Dreigestirn hinzugesellt, das sich in einer zeichnungsartigen Tuschtechnik und in Abkehr von den pastellig-schöngeistigen Farben erdignatürliche Töne zur Hilfe nimmt, um den Blick des Betrachters auf das Wesentliche zu lenken. Spannungsgeladen und Ausdrucksstark setzt Hedy Schmeckenbecher-Grein so Alltäglichkeiten in Szene, um das Menschliche herauszuarbeiten. Auch wenn der Titel „Ausstellung zur Weihnachtszeit" intuitiv anderes erwarten lassen könnte, finden sich also keineswegs weitere Beispiele der in unseren Tagen ohnedies konsumüberhäuften Weihnachtsduselei, sondern dem Betrachter eröffnet sich der wechselvolle Einstieg in die „Katakomben der Gefühlswelt von Hedy", so die Künstlerin selbst. Die Ausstellung ist noch bis zum Mai 2005 zu allen Veranstaltungen des Kulturzentrums geöffnet. Weitere Besichtigungstermine können direkt dort vereinbart werden. Anschließend wird die Künstlerin mit ihrer Werkschau nach Portugal gehen-. mhw |




